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Am Mittwoch, den 19.12. berichten wir über unsere Recherchereise nach Serbien und dem Kosovo. Im November 2018 besuchte die Gruppe gegen Antiromaismus gemeinsam mit Mitgliedern des Sächsischer Flüchtlingsrat e.V., des

Flüchtlingsrat Bremen und der Journalistin Allegra Schneider unter anderem die Familie Rama in Pristina, die aus Dresden mitten in der Nacht abgeschoben worden ist, der damals 10-jährige Junge in Handschellen.

Wir bringen Erfahrungen, Berichte von Betroffenen mit, deren Abschiebungen jetzt schon längere Zeit zurück liegen, und dokumentieren, wie es ihnen in den letzten Jahren ergangen ist. Wie ist die gesundheitliche Versorgung? Können die Kinder zu Schule gehen? Wie ist die soziale und finanzielle Situation? Haben die Leute Arbeit gefunden?

Außerdem wird Allegra ihren Film »Eigentlich freiwillig« vorstellen, in dem sie die Geschichte eines Jungen im Kosovo porträtiert und den Versuch seiner Lehrerin aus Deutschland ihn nach der Abschiebung aus Bremen via Internet weiterhin zu unterrichten. Wir freuen uns auf Euch!

Als Vorgeschmack gibt es hier bereits einen TAZ-Artikel von der Reise: Abschiebung aus Niedersachsen ins Elend

Wann?
Mittwoch, 19.12.2018: 20 Uhr

Wo?
kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Hier noch der Ankündigungstext für die Dokumentation:

Möglichst freiwillig

Ein Film über Freundschaft, Schule, Abschiebung, Migration, Roma, Rassismus, Deutschland, Mazedonien, Armut, Hoffnung.

Zijush ist 13 Jahre alt, als er Deutschland verlässt. Er muss mit den Eltern und seiner Schwester zurück in die maze­do­nische Hauptstadt Skopje. Seine Freunde und Freundinnen in Bremer­haven wollen das nicht akzeptieren. Weil Zijush in Mazedonien noch nicht wieder in die Schule geht, rufen sie ihn an – und holen ihn per Smartphone zurück in den Unterricht. Der Film folgt Zijush nach Skopje. Begleitet seine Lehrerin, die ihren Schüler in der mazedonischen Hauptstadt besucht. In Skopje wird Zijush angegriffen, weil er Roma ist. Hinter­grund des Films ist die erzwungene Migration der Roma zwischen Nord­west- und Südosteuropa, das Ping-Pong mit Familien. Er zeigt die Erfah­rung der Gehenden und auch diejenigen, die verlassen werden.

EIN FILM VON Allegra Schneider / Bernd Mathis / Dörthe Boxberg / ­Jean-Philipp Baeck / Selamet Prizreni MIT Christine Carstens / Rebal / Ali / Shengyül / Zijush… und vielen mehr.

Die Arbeit entstand unabhängig und ohne Finanzierung durch Dritte. Hintergrund der Arbeit sind jahrelange Recherchen in einem Netzwerk von Roma und Nicht-Roma, Anwält/innen, Ärzt/innen, Journalist/innen + Aktivist/innen (von »alle bleiben!«, Bundesromaverband, Roma Antidiscrimination Network und Flüchtlingsrat Bremen). Die Recherchen möchten Bleiberechtskämpfe unterfüttern, mit dem Ziel die Situation derjenigen Roma zu ändern, die in den Zustand permanenter Dauermigration gezwungen werden – in der Bundesrepublik und in Südosteuropa.