Eine Veranstaltung im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus am Welt-Roma Tag. In Kooperation der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Stadt Dresden mit der Gruppe Gegen Antiromaismus.

Über 70 Jahre nach Ende des Genozids an den europäischen Roma und Sinti durch Nazideutschland bleiben diese von umfassender Diskriminierung betroffen. Romnja und Roma haben mit Ausgrenzung und Stereotypen zu kämpfen. Fliehen sie aus anderen Ländern nach Deutschland wird ihnen hier ein Bleiberecht verweigert. Selbst nach Jahrzehnten in ihrer neuen Heimat werden sie gewaltsam in die Länder zurückgeschoben, in die sie nach deutschem Recht gehören.
Genau so erging es Sami Bekir und seiner Familie. In dem Vortrag gehen Sami und die Gruppe Gegen Antiromaismus der jahrhundertealten Verfolgungsgeschichte der Roma auf den Grund und berichten von ihren praktischen Auswirkungen heutzutage: Von Abschiebung, Familientrennung, Untertauchen, Unterstützung, juristischen Auseinandersetzungen und Erfolgen. Von der Verweigerung der Behörden, hier ein normales Leben führen zu können und dem Kampf um diese Normalität.

Umrahmt wird die Veranstaltung mit einem musikalischen Beitrag und einer Ausstellung:

HAND AUF – AUGEN ZU
Eine Ausstellung zu Armut von Studierenden der ehs Dresden

Die Ausstellung nimmt die Debatten um das Betteln im Jahr 2018 in Dresden zum Anlass um sich mit Geschichte und Gegenwart von Armut und Rassismus in der Stadt auseinanderzusetzen. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen des Seminars “Armut und Betteln fordern heraus”.
Sie ist Teil des Modellprojekts “RomaRespekt – Lokalrecherchen und Empowerment”

Wann?
8. April, 17 Uhr

Wo?
Neues Rathaus, Plenarsaal
Rathausplatz 1