Am 8. April im Dresdner Rathaus: Roma in Europa – Eine Geschichte von Ausgrenzung und Vertreibung

Eine Veranstaltung im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus am Welt-Roma Tag. In Kooperation der Integrations- und Ausländerbeauftragten der Stadt Dresden mit der Gruppe Gegen Antiromaismus.

Über 70 Jahre nach Ende des Genozids an den europäischen Roma und Sinti durch Nazideutschland bleiben diese von umfassender Diskriminierung betroffen. Romnja und Roma haben mit Ausgrenzung und Stereotypen zu kämpfen. Fliehen sie aus anderen Ländern nach Deutschland wird ihnen hier ein Bleiberecht verweigert. Selbst nach Jahrzehnten in ihrer neuen Heimat werden sie gewaltsam in die Länder zurückgeschoben, in die sie nach deutschem Recht gehören.
Genau so erging es Sami Bekir und seiner Familie. In dem Vortrag gehen Sami und die Gruppe Gegen Antiromaismus der jahrhundertealten Verfolgungsgeschichte der Roma auf den Grund und berichten von ihren praktischen Auswirkungen heutzutage: Von Abschiebung, Familientrennung, Untertauchen, Unterstützung, juristischen Auseinandersetzungen und Erfolgen. Von der Verweigerung der Behörden, hier ein normales Leben führen zu können und dem Kampf um diese Normalität.

Umrahmt wird die Veranstaltung mit einem musikalischen Beitrag und einer Ausstellung:

HAND AUF – AUGEN ZU
Eine Ausstellung zu Armut von Studierenden der ehs Dresden

Die Ausstellung nimmt die Debatten um das Betteln im Jahr 2018 in Dresden zum Anlass um sich mit Geschichte und Gegenwart von Armut und Rassismus in der Stadt auseinanderzusetzen. Entstanden ist die Ausstellung im Rahmen des Seminars “Armut und Betteln fordern heraus”.
Sie ist Teil des Modellprojekts “RomaRespekt – Lokalrecherchen und Empowerment”

Wann?
8. April, 18.30 Uhr

Wo?
Neues Rathaus, Plenarsaal
Rathausplatz 1

Tresen am 19.12.: Reisebericht zu Abschiebungen nach Ex-Jugoslawien

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Am Mittwoch, den 19.12. berichten wir über unsere Recherchereise nach Serbien und dem Kosovo. Im November 2018 besuchte die Gruppe gegen Antiromaismus gemeinsam mit Mitgliedern des Sächsischer Flüchtlingsrat e.V., des Flüchtlingsrat Bremen und der Journalistin Allegra Schneider unter anderem die Familie Rama in Pristina, die aus Dresden mitten in der Nacht abgeschoben worden ist, der damals 10-jährige Junge in Handschellen.
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Recherchereise Kosovo

Am 21.11.2018 werden wir keinen Tresen veranstalten können, da sich die Gruppe auf Recherchereise in Serbien, Mazedonien und dem Kosovo befindet. Unter anderem besuchen wir Familie Rama in Pristina, die aus Dresden mitten in der Nacht abgeschoben wurde, der damals 10-jährige Junge in Handschellen gefesselt. Familie Rama hat glücklicherweise Unterstützer*innen in Dresden, deren Botschaften und Geschenke wir mitnehmen werden.

In erster Linie wollen wir mit Betroffenen sprechen, deren Abschiebungen jetzt schon längere Zeit zurück liegen, und dokumentieren, wie es ihnen in den letzten Jahren ergangen ist. Wie ist die gesundheitliche Versorgung? Können die Kinder zu Schule gehen? Wie ist die soziale und finanzielle Situation? Haben die Leute Arbeit gefunden? Wir fahren gemeinsam mit Mitgliedern des Sächsischen Flüchtlingsrates, des Flüchtlingsrats Bremen, Romano Sumnal und der Journalistin Allegra Schneider.
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Tresen im Oktober: Romane Krla – Die Roma Stimme

Am 17. Oktober haben wir beim Tresen gegen Antiromaismus unseren Freund Ajriz Bekirovski zu Gast. Seit Oktober 2017 nahm er an dem Projekt “Romane Krla – Die Stimme der Roma” teil und lies sich zum Multiplikator für Erinnerungskultur ausbilden:

Romane Krla – Die Roma Stimme ist ein Projekt von Amaro Drom e.V mit dem Ziel, junge Rom_nja als Multiplikator_innen für historische, Erinnerungskultur und politische auszubilden. Durch Workshops von Expert_innen will das Projekt die Mechanismen von Rassismus erforschen. Hierzu wird die Verfolgung und Ermordung von Rom_nja, Jüd_innen und anderen Minderheiten während des Nationalsozialismus und zweiten Weltkrieges betrachtet. Mit Hilfe des historischen Lernens und der Menschenrechtsbildung werden sich die Teilnehmer_innen didaktische Konzepte aneignen, die in lokalen Aktivitäten umgesetzt werden können, um das Bewusstsein zu Themen wie Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus oder Erinnerung zu wecken. Außerdem werden die Teilnehmenden anschließen Teil des Trainer_innen-Pools von Amaro Drom, um Workshops zu den oben genannten Themen durchzuführen.

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Roma Solidarity Vernetzungstreffen am 13./14. Oktober

Liebe Leute,

wir laden Alle herzlich zum 3. Roma Solidarity Vernetzungstreffen am 13. und 14. Oktober 2018 in Göttingen ein.

Das Bündnis besteht aus Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Hintergründen. Unsere Schwerpunkte sind der Kampf gegen Rassismus und der Kampf gegen die unmenschliche deutsche Asylpolitik, die insbesondere für Roma aus dem Balkan verheerende Folgen hat.
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Roma in Deutschland: Immer noch unerwünscht

Wir freuen uns, bei den Interkulturellen Tagen dabei zu sein und mit drei unserer Leute zu einem wichtigen Thema zu sprechen: Eine persönliche Geschichte über den Kampf gegen eine Abschiebung aus Sachsen. In dem Vortrag gehen Sami Bekir und die Gruppe Gegen Antiromaismus der jahrhundertealten Verfolgungsgeschichte der Rom*nja auf den Grund und berichten von ihren praktischen Auswirkungen heutzutage.

Romani people in Germany: still unwanted.
A personal story about the fight against deportation from Saxony. In the lecture, Sami Bekir and the Group Gegen Antiromaismus explore the centuries-old persecution of the Romani people and the practical consequences of these today.

26.09., 19.00 Uhr WirAG

Eine Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und Gruppe Gegen Antiromaismus. Gefördert durch Mittel des House of Resources.

Tresen am 19.09.: We´ll come united 2018 und 2019

Im September würden wir Euch gern das Bündnis Welcome United und die antirassistische Parade in Hamburg am 29.09. vorstellen. 2018 gibt es einen eigenen Romn*ja Truck, dessen Thema die Kämpfe und Widerstände der Bürgerrechtsbewegungen der letzten Jahrezehnte sind.

Am 29.09.2018 werden wir gemeinsam ab Dresden mit einem Bus nach Hamburg zur we’ll come united Parade fahren: Demo, Zug, Karneval, Theater, Musik. Wir wollen unsere Geschichten auf den Straßen sehen, den Ungehörten Gehör verschaffen und unsere Forderungen in die öffentliche Debatte bringen. Die Fahrtkosten werden durch Spendengelder an den Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. unterstützt. In diesem Jahr wird erwartet, dass 20.000 Leute in Hamburg sein werden.

Zudem wird gerade diskutiert, ob die Parade im nächsten Jahr in Dresden stattfinden soll. Dazu müssen wir die Ressourcen hier vor Ort besprechen und laden explizit auch andere Gruppen ein, dies zu tun. Wir fänden es ein wichtiges Signal, wenn im Jahr der Landtags- und Kommunalwahlen mehrere Tausend Menschen in Dresden gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gehen.

Kommt vorbei und diskutiert mit uns!

Wann?
Mittwoch, 19.09. ab 20 Uhr
Wo?
kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Die Veranstaltung wird gefördert durch Mittel des House of Ressources.

PS: Den ganz Aufmerksamen unter euch ist es vielleicht aufgefallen, der 19.09. ist der 3. Mittwoch des Monats. Da der 2. Mittwoch des Monats immer auf eine Parallelveranstaltung zu unseren Freund_innen der Gruppe Cartonage hinauslief, haben wir den regulären Termin des Tresen Gegen Antiromaismus verschoben. Er wird in Zukunft immer am dritten Mittwoch des Monats in der kosmotique stattfinden.

Infostand und Siebdruck am 08.09. beim Stadtteilfest Friedrichstadt

Während des Stadtteilfestes in der Friedrichsstadt informieren wir über die Situation von Geflüchteten und verschiedene Formen von Ausgrenzung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Was ist antimuslimischer Rassismus? Was ist Antisemitismus und natürlich: Was ist Antiromaismus.
Kommt mit uns ins Gespräch, nehmt unsere Flyer mit und macht Kunst: Bezugnehmend auf ein Projekt des Künstlers Diego Vivanco gibt es die die Möglichkeit zum Siebdruck: Tragt EMPATHIE als Slogan auf der Brust, denn: “Empathie ist ein Narrativ, das wir uns selbst erzählen, um andere Menschen für uns Wirklichkeit werden zu lassen, um mit ihnen zu fühlen und auf diesem Weg über uns selbst hinauszugehen, größer zu werden und uns zu öffnen. Empathiefrei zu sein bedeutet, Teile des eigenen Ichs und der eigenen Menschlichkeit runtergefahren oder abgetötet zu haben, sich gewappnet zu haben gegen eine gewisse Form der Verletzlichkeit”, (Rebecca Solnit).

In Kooperation mit riesa efau. Kultur Forum Dresden und unterstützt mit Mitteln des House of Ressources.

Wann?
Samstag, 08.09. 14.00-18.00 Uhr
Wo?
Stadtteilfest Friedrichsstadt, Wachsbleichstraße

9. & 13. Mai – Tresen zu und Fahrt nach Lety

Es kam tatsächlich Bewegung in die Sache.
Bewegung, weil auf dem Ort nationalsozialistischer Vernichtung über eine Gedenkstätte diskutiert wird und die Schweinemastanlage durch den Tschechischen Staat abgekauft wurde. Der über 20-jährige Kampf der tschechischen Rom*nja und ihrer Verbündeten für eine würdige Gedenkstätte zeigt endlich Wirkung.

Am 13. Mai wollen wir zusammen mit Euch nach Lety (CZ) fahren, um an der jährlichen Gedenkveranstaltung teilzunehmen – wahrscheinlich zum letzten Mal vor der Kulisse der mittlerweile geschlossenen Schweinemastanlage.
Aus diesem Anlass werden wir am 09. Mai um 20 Uhr zusammen mit Miro Brož von Konexe über den Ort der Vernichtung und Verfolgung im Lager Lety informieren und über die aktuellen geschichtspolitischen Entwicklungen zum Gedenken in Tschechien zu sprechen.
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Offener Tresen am 11. April: Das ist kein Film..

“Diesen Film habe ich aus Wut gemacht” sagte Danis Tanovic über seinen Film “Aus dem Leben eines Schrotthändlers”. 2013 erhielt sein Hauptdarsteller Nazif Mujić bei der Berlinale in Berlin den silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung. Nazif Mujić musste allerdings nicht “spielen”. Er musste nur zeigen und dokumentieren.

Doch selbst diese beeindruckende Dokumentation reichte nicht für ein Armuts-Asyl für die bosnische Roma-Familie. Als Nazif krank war, kamen er, seine Frau und seine Töchter nach Berlin zurück – einfach in der Hoffnung auf Hilfe. Ihr Asylantrag wird als “offensichtlich unbegründet” abgelehnt. Doch warum eigentlich? In diesem Fall dokumentierte ein Film – ein offensichtlich guter Film – die Bedingungen unter denen viele Roma in der Europäischen Union aufgrund von Rassismus, Ausschluss und Gewalt leben müssen. Das reichte jedoch nicht für eine positive Entscheidung aus.
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