Tresen im Oktober: Romane Krla – Die Roma Stimme

Am 17. Oktober haben wir beim Tresen gegen Antiromaismus unseren Freund Ajriz Bekirovski zu Gast. Seit Oktober 2017 nahm er an dem Projekt “Romane Krla – Die Stimme der Roma” teil und lies sich zum Multiplikator für Erinnerungskultur ausbilden:

Romane Krla – Die Roma Stimme ist ein Projekt von Amaro Drom e.V mit dem Ziel, junge Rom_nja als Multiplikator_innen für historische, Erinnerungskultur und politische auszubilden. Durch Workshops von Expert_innen will das Projekt die Mechanismen von Rassismus erforschen. Hierzu wird die Verfolgung und Ermordung von Rom_nja, Jüd_innen und anderen Minderheiten während des Nationalsozialismus und zweiten Weltkrieges betrachtet. Mit Hilfe des historischen Lernens und der Menschenrechtsbildung werden sich die Teilnehmer_innen didaktische Konzepte aneignen, die in lokalen Aktivitäten umgesetzt werden können, um das Bewusstsein zu Themen wie Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus oder Erinnerung zu wecken. Außerdem werden die Teilnehmenden anschließen Teil des Trainer_innen-Pools von Amaro Drom, um Workshops zu den oben genannten Themen durchzuführen.

Romane Krla ist ein Projekt des Verbands Amaro Drom e.V., eine interkulturelle Jugendselbstorganisation von Roma und Nicht-Roma aus Berlin. Sie verfolgt das Ziel, jungen Menschen durch Empowerment, Mobilisierung und Selbstorganisation Raum zu schaffen für politische und gesellschaftliche Beteiligung.
Wir freuen uns, dass Ajriz an dem Projekt teilgenommen hat und wollen mit ihm über die Ausbildung und seine weiteren Pläne sprechen.

Wann?
Mittwoch, 17.10. ab 20 Uhr @kosmotique

Was?
Romane Krla – Die Roma Stimme

Die Veranstaltung wird gefördert durch Mittel des House of Ressources.

Roma Solidarity Vernetzungstreffen am 13./14. Oktober

Liebe Leute,

wir laden Alle herzlich zum 3. Roma Solidarity Vernetzungstreffen am 13. und 14. Oktober 2018 in Göttingen ein.

Das Bündnis besteht aus Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Hintergründen. Unsere Schwerpunkte sind der Kampf gegen Rassismus und der Kampf gegen die unmenschliche deutsche Asylpolitik, die insbesondere für Roma aus dem Balkan verheerende Folgen hat.

Unser erstes Treffen fand am 21. April 2018 statt. Mehr als 30 Menschen aus ganz Deutschland kamen zusammen, um die Vernetzung von Roma und deren Verbündeten zu reaktivieren und damit zu beginnen, eine gegenseitige Unterstützungsstruktur aufzubauen.

An die beiden ersten erfolgreichen Treffen wollen wir nun anknüpfen und laden alle Anwesenden der letzten Treffen, sowie alle neu Interessierten herzlich zum dritten bundesweiten Vernetzungstreffen ein.

Bitte leitet die Einladung auch an alle Roma Communities und andere Interessierte weiter.

Wann: Samstag, den 13. Oktober 2018, ab 11.00 Uhr bis Sonntag, den 14. Oktober 2018, ca. 18.00 Uhr

Wo: OM10, Obere-Masch-Straße 10, Göttingen

Meldet euch bei uns an: email hidden; JavaScript is required

Wir freuen uns auf euch!

Die Gruppe Gegen Antiromaismus ist Teil des bundesweiten Bündnisses. Interessierte können gerne mit uns gemeinsam anreisen.

Roma in Deutschland: Immer noch unerwünscht

Wir freuen uns, bei den Interkulturellen Tagen dabei zu sein und mit drei unserer Leute zu einem wichtigen Thema zu sprechen: Eine persönliche Geschichte über den Kampf gegen eine Abschiebung aus Sachsen. In dem Vortrag gehen Sami Bekir und die Gruppe Gegen Antiromaismus der jahrhundertealten Verfolgungsgeschichte der Rom*nja auf den Grund und berichten von ihren praktischen Auswirkungen heutzutage.

Romani people in Germany: still unwanted.
A personal story about the fight against deportation from Saxony. In the lecture, Sami Bekir and the Group Gegen Antiromaismus explore the centuries-old persecution of the Romani people and the practical consequences of these today.

26.09., 19.00 Uhr WirAG

Eine Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und Gruppe Gegen Antiromaismus. Gefördert durch Mittel des House of Resources.

Tresen am 19.09.: We´ll come united 2018 und 2019

Im September würden wir Euch gern das Bündnis Welcome United und die antirassistische Parade in Hamburg am 29.09. vorstellen. 2018 gibt es einen eigenen Romn*ja Truck, dessen Thema die Kämpfe und Widerstände der Bürgerrechtsbewegungen der letzten Jahrezehnte sind.

Am 29.09.2018 werden wir gemeinsam ab Dresden mit einem Bus nach Hamburg zur we’ll come united Parade fahren: Demo, Zug, Karneval, Theater, Musik. Wir wollen unsere Geschichten auf den Straßen sehen, den Ungehörten Gehör verschaffen und unsere Forderungen in die öffentliche Debatte bringen. Die Fahrtkosten werden durch Spendengelder an den Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. unterstützt. In diesem Jahr wird erwartet, dass 20.000 Leute in Hamburg sein werden.

Zudem wird gerade diskutiert, ob die Parade im nächsten Jahr in Dresden stattfinden soll. Dazu müssen wir die Ressourcen hier vor Ort besprechen und laden explizit auch andere Gruppen ein, dies zu tun. Wir fänden es ein wichtiges Signal, wenn im Jahr der Landtags- und Kommunalwahlen mehrere Tausend Menschen in Dresden gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gehen.

Kommt vorbei und diskutiert mit uns!

Wann?
Mittwoch, 19.09. ab 20 Uhr
Wo?
kosmotique, Martin-Luther-Str. 13

Die Veranstaltung wird gefördert durch Mittel des House of Ressources.

PS: Den ganz Aufmerksamen unter euch ist es vielleicht aufgefallen, der 19.09. ist der 3. Mittwoch des Monats. Da der 2. Mittwoch des Monats immer auf eine Parallelveranstaltung zu unseren Freund_innen der Gruppe Cartonage hinauslief, haben wir den regulären Termin des Tresen Gegen Antiromaismus verschoben. Er wird in Zukunft immer am dritten Mittwoch des Monats in der kosmotique stattfinden.

Infostand und Siebdruck am 08.09. beim Stadtteilfest Friedrichstadt

Während des Stadtteilfestes in der Friedrichsstadt informieren wir über die Situation von Geflüchteten und verschiedene Formen von Ausgrenzung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Was ist antimuslimischer Rassismus? Was ist Antisemitismus und natürlich: Was ist Antiromaismus.
Kommt mit uns ins Gespräch, nehmt unsere Flyer mit und macht Kunst: Bezugnehmend auf ein Projekt des Künstlers Diego Vivanco gibt es die die Möglichkeit zum Siebdruck: Tragt EMPATHIE als Slogan auf der Brust, denn: “Empathie ist ein Narrativ, das wir uns selbst erzählen, um andere Menschen für uns Wirklichkeit werden zu lassen, um mit ihnen zu fühlen und auf diesem Weg über uns selbst hinauszugehen, größer zu werden und uns zu öffnen. Empathiefrei zu sein bedeutet, Teile des eigenen Ichs und der eigenen Menschlichkeit runtergefahren oder abgetötet zu haben, sich gewappnet zu haben gegen eine gewisse Form der Verletzlichkeit”, (Rebecca Solnit).

In Kooperation mit riesa efau. Kultur Forum Dresden und unterstützt mit Mitteln des House of Ressources.

Wann?
Samstag, 08.09. 14.00-18.00 Uhr
Wo?
Stadtteilfest Friedrichsstadt, Wachsbleichstraße

9. & 13. Mai – Tresen zu und Fahrt nach Lety

Es kam tatsächlich Bewegung in die Sache.
Bewegung, weil auf dem Ort nationalsozialistischer Vernichtung über eine Gedenkstätte diskutiert wird und die Schweinemastanlage durch den Tschechischen Staat abgekauft wurde. Der über 20-jährige Kampf der tschechischen Rom*nja und ihrer Verbündeten für eine würdige Gedenkstätte zeigt endlich Wirkung.

Am 13. Mai wollen wir zusammen mit Euch nach Lety (CZ) fahren, um an der jährlichen Gedenkveranstaltung teilzunehmen – wahrscheinlich zum letzten Mal vor der Kulisse der mittlerweile geschlossenen Schweinemastanlage.
Aus diesem Anlass werden wir am 09. Mai um 20 Uhr zusammen mit Miro Brož von Konexe über den Ort der Vernichtung und Verfolgung im Lager Lety informieren und über die aktuellen geschichtspolitischen Entwicklungen zum Gedenken in Tschechien zu sprechen.
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Offener Tresen am 11. April: Das ist kein Film..

“Diesen Film habe ich aus Wut gemacht” sagte Danis Tanovic über seinen Film “Aus dem Leben eines Schrotthändlers”. 2013 erhielt sein Hauptdarsteller Nazif Mujić bei der Berlinale in Berlin den silbernen Bären für die beste schauspielerische Leistung. Nazif Mujić musste allerdings nicht “spielen”. Er musste nur zeigen und dokumentieren.

Doch selbst diese beeindruckende Dokumentation reichte nicht für ein Armuts-Asyl für die bosnische Roma-Familie. Als Nazif krank war, kamen er, seine Frau und seine Töchter nach Berlin zurück – einfach in der Hoffnung auf Hilfe. Ihr Asylantrag wird als “offensichtlich unbegründet” abgelehnt. Doch warum eigentlich? In diesem Fall dokumentierte ein Film – ein offensichtlich guter Film – die Bedingungen unter denen viele Roma in der Europäischen Union aufgrund von Rassismus, Ausschluss und Gewalt leben müssen. Das reichte jedoch nicht für eine positive Entscheidung aus.
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Aktuelles von der BettelLobby Dresden

Am 25. Januar hat der Dresdner Stadtrat mit einer knappen Mehrheit von 33 Stimmen von CDU, FDP/Freie Bürger, AfD, NPD und dem Großteil der SPD eine neue Polizeiverordnung in Dresden verabschiedet, die das Betteln mit und von Kindern mit bis zu 1000€ unter Strafe stellt. Damit ist die Gängelung und Verdrängung bettelnder Eltern und deren Kinder beschlossene Sache. Dagegen stimmten die Fraktionen von B90/Die Grünen und Die LINKE sowie 2 SPD-Stadträt*innen. Obwohl die Abstimmung zu ungunsten der BettelLobby und vor allem der Betroffenen bettelnden Menschen ausgegangen ist, haben wir ein positives Fazit gezogen. Für “Dresdner Verhältnisse”, d.h. angesichts der allgemein repressiv-rassistischen Grundstimmung in der Stadt und einer konservativen Lokalpresse hat die BettelLobby erfolgreich in die Debatte intervenieren könnnen. Mit der BettelLobby haben wir länger als ein halbes Jahr an einem Thema gearbeitet mit verschiedenen Formaten, die sich gut ergänzt haben: Fachgespräche, Filmvorführungen, Podiumsdiskussion, Workshops und Plakate in der Stadt, Pressemitteilungen, Interviews, direkte Gespräche mit Politiker*innen, einer öffentlichen Stellungnahme an die SPD-Fraktion und der Petition an den Stadtrat. Mit den vielfältigen Formaten haben wir viele Menschen erreichen können.
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Vortrag am 15.03.: Roma in Deutschland – immer noch unerwünscht

Eine persönliche Geschichte über den Kampf gegen eine Abschiebung aus Sachsen

Am Donnerstag, den 15. März hält die Gruppe Gegen Antiromaismus gemeinsam mit Sami Bekir einen Vortrag im Kunsthaus Dresden. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit DRESDENpostkolonial.
Start ist um 19 Uhr in der Räthnitzgasse 8.
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Offener Tresen im März: Verdrängte Perspektiven – ein Sinto auf Spurensuche

Ein Audiofeature und Gespräch mit Isabel Andiel (Autorin)

Am Mittwoch, den 14. März, haben wir beim Tresen gegen Antiromaismus Isabel Andiel zu Gast. Sie ist gemeinsam mit Liska Beulshausen Autorin des Audiofeatures “Verdrängte Perspektiven – Ein Sinto auf Spurensuche”.

Das Hörstück dreht sich um die persönliche Auseinandersetzung des Riesaer Sinto Charlie mit seiner Familiengeschichte und Gegenwart. Insbesondere seine Großmutter Barbara Richterova, die das Konzentrationslager Auschwitz überlebte, prägte den Protagonisten. Das Audiofeature zeichnet den Weg vom Lager Lety in Tschechien bis nach Auschwitz nach, erzählt vom Widerstand und der Suche nach der eigenen Vergangenheit und Identität.
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